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Egestorf Mit einem eindringlichen Appell an Arbeitgeber aber auch an Verantwortliche von Räten und Verwaltungen der Städte und Gemeinden, das Ehrenamt weiter zu fördern und zu stärken, hat der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes des Landkreises Harburg, Dieter Reymers die Delegiertenversammlung anlässlich des Kreisfeuerwehrtages in Egestorf eröffnet. „Es ist eine Aufgabe aller Verantwortlichen, die Förderung des Ehrenamtes konsequent umzusetzen und voranzureiben“, machte Reymers während seiner Ansprache an die gut 300 Gäste und Delegierte aller Feuerwehren des Kreises im Festzelt im Rahmen der Versammlung deutlich. Zwar sind die Feuerwehren des Landkreises Harburg mit derzeit 4.622 aktiven Mitgliedern derzeit noch gut aufgestellt, doch schon jetzt bewegt sich ein Drittel der Aktiven im Altersdurchschnitt zwischen 45 und 60 Jahren, betonte Reymers weiter. Die guten und noch stabilen Mitgliederzahlen sind in der Hauptsache in der außerordentlich guten Jugendarbeit bei den Wehren zu suchen, von den 108 Freiwilligen Feuerwehren haben mittlerweile 90 eine eigene Jugendfeuerwehr. Doch schon in mittelfristiger Zukunft könne sich die Mitgliederzahl im Bereich der Aktiven nach unten absenken. Ein besonderes Augenmerk solle man daher auch auf die Erhaltung der vielen Jugendfeuerwehrleute auch für den aktiven Dienst haben, betonte der Kreisbrandmeister. Aber auch im Bereich des Ehrenamtes muss weiterhin aktive Arbeit erzeugt werden. Er ermahnte alle anwesenden Delegierten der Feuerwehren, noch mehr Druck bei den Trägern des Brandschutzes, den Kommunen zu erzeugen, um das Ehrenamt zu stärken. „Die Hauptlast bei diesem Punkt liegt bei den Städten und Gemeinden, hier müssen alle Feuerwehrleute ansetzen“, war der Verbandsvorsitzende nicht müde, zu ermahnen. Mittlerweile hat sich in Sachen Ehrenamtsförderung schon einiges getan. Zufrieden war Reymers besonders darüber, dass verschiedenste Gremien auf Bundes- und Länderebene wie der Deutsche Feuerwehrverband, der niedersächsische Landesfeuerwehrverband und auch das niedersächsische Innenministerium mittlerweile die Problematik der Förderung voll in ihre Agenden mit aufgenommen haben.
Auch auf Kreisebene ist der Landkreis zur Freude Reymers voll in die Arbeit mit eingestiegen und hat erste Lösungsansätze unter anderem mit der Finanzierung von Seminaren für Feuerwehrleute an der Kreisvolkshochschule in Maschen vorgenommen. Und Landrat Joachim Bordt, der allen Feuerwehrleuten für ihren Einsatz zum Wohle der Bevölkerung des Landkreises Harburg ausdrücklich dankte, betonte, dass auch die Mitgliederwerbung ein wichtiges Instrument zur Haltung der stabilen Mitgliedszahlen bei den Wehren ist. „Auch Menschen mit Migrationshintergrund und noch mehr Frauen können und sollen Mitglied der Feuerwehren werden“, betonte der Landrat. Hier hakte auch der Vize-Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Peter Adler, ein der betonte, dass sich diese Personenkreise dann auch bei den Feuerwehren melden sollen, um Mitglied zu werden. Auch er dankte den Feuerwehren des Landkreises im Anschluss für die Arbeit. Einen weiteren Punkt in der Rede von Reymers war die seit dem Frühjahr in Kraft getretene neue Feuerwehrverordnung. Hier war Reymers besonders froh darüber, dass besonders die Dreigliederung von Schwerpunkt-, Stützpunkt- und Ortsfeuerwehr beibehalten wird. Auch eine Modernisierung der Dienstkleidung wurde von ihm dankbar angenommen. Weitere Dankesworte für die Feuerwehren gab es zudem von Egestorfs Bürgermeister Walter Kruse, dem VGH-Regionaldirektor Martin Aude sowie vom im Herbst diesen Jahres scheidenden Landesbereichsführer der Freiwilligen Feuerwehren Hamburgs, Hermann Jonas. Ihm übermittelte Reymers unter dem kräftigen Applaus aller Anwesenden eine unbefristet gültige Einladung für die kommenden Delegiertenversammlungen.
Wahlen und Bestätigungen waren ein kleiner Bestandteil der Versammlung. Hierbei wurden Kreisjugendfeuerwehrwart Detlef Schröder und Kreiswettbewerbsleiter Andreas Mundt einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.
Den krönenden Abschluss der Versammlung bildeten schließlich die Ehrungen. Hierbei erhielt der Gemeindebrandmeister der Gemeinde Jesteburg, Manfred Kaninck für seine Arbeit das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Gold ausgehändigt. Weiterhin wurden der stellvertretende Kreisbrandmeister Kay Wichmann, Abschnittsleiter Elbe Volker Bellmann und Neu Wulmstorfs Gemeindebrandmeister Uwe Schievink jeweils mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Das Ehrenzeichen in Silber des niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes erheilt weiterhin Kreisbrandmeister Dieter Reymers. Ehrenmedaillen in Gold des Kreisfeuerwehrverbandes gingen weiterhin an Peter-Hermann Backhaus ( Garstedt ), Kurt Heitmann ( Moor ), Manfred Meyer ( Egestorf ), Dieter Morgen ( Garstedt ), Helmut Schmahle ( Ohlendorf ) und Andreas Schubert ( Leversen/Sieversen ). Zum Abschluss der Versammlung wurde Otto Homann für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt.
Bericht: Pressestelle KFV LK Harburg / Matthias Köhlbrandt, KPW
Fotos: FF-Egestorf



